Forschungszulage für Automotive
& Mobilität
Die Automobilindustrie befindet sich im größten Wandel ihrer Geschichte. OEMs und Zulieferer, die an Elektrifizierung, autonomem Fahren oder neuen Antriebskonzepten arbeiten, können bis zu 25 % der F&E-Personalkosten steuerlich erstattet bekommen.
- •Automotive-Unternehmen und Zulieferer erhalten bis zu 25 % der F&E-Aufwendungen als Steuergutschrift.
- •Förderfähig: Elektromobilität, autonomes Fahren, ADAS, Leichtbau-Materialforschung, innovative Fertigungsverfahren.
- •Bei Hochschulkooperationen erhöht sich die Bemessungsgrundlage auf bis zu 15 Mio. €.
- •Rückwirkend beantragbar für bis zu 4 Jahre (aktuell bis Wirtschaftsjahr 2021).
Automobilbranche im Wandel – Förderpotenzial durch Transformation
Die Automobilbranche durchläuft mit E-Mobilität, autonomem Fahren und Software-Defined Vehicles die größte Transformation ihrer Geschichte. Für die Forschungszulage bedeutet das: Nahezu jedes Transformationsprojekt erfüllt die Kriterien der experimentellen Entwicklung, da etablierte Lösungsansätze für neue Antriebskonzepte, ADAS-Systeme oder Vehicle-OS schlicht nicht existieren.
Besonders relevant für Tier-1- und Tier-2-Zulieferer: Auch Prozessinnovationen in der Fertigung (neue Fügeverfahren für Leichtbau, additive Fertigung, Batteriezellenproduktion) sind förderfähig – nicht nur Produktentwicklung. Die BSFZ hat 2024/2025 eine Bewilligungsquote von über 90 % für Automotive-Projekte verzeichnet.
Typische Erstattungsvolumina bei OEM-Zulieferern liegen bei 200.000–800.000 € jährlich. Bei Unternehmen mit mehr als 100 F&E-Mitarbeitern kann die Bemessungsgrundlage von 12 Mio. € voll ausgeschöpft werden.
Was wird in Automotive
& Mobilität gefördert?
Diese Projekttypen sind typischerweise nach FZulG §2 förderfähig – sofern technische Unsicherheit vorlag und das Ziel nicht mit Standardlösungen erreichbar war.
Elektrifizierung & E-Antriebe
Entwicklung neuer Elektromotoren, Batteriemanagement-Systeme, Leistungselektronik oder Ladetechnologien, die bestehende Lösungen in Reichweite oder Effizienz übertreffen.
Autonomes Fahren & ADAS
Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen, Sensorfusion-Algorithmen oder vollautonomen Steuerungssystemen, die über den aktuellen SAE-Level hinausgehen.
Leichtbau & neue Materialien
Erforschung und Entwicklung neuer Leichtbaustrukturen, Faserverbundwerkstoffe oder innovativer Fügetechnologien zur Gewichtsreduktion bei gleichzeitig hoher Crashsicherheit.
FZulG-Kriterien für
Automotive-Projekte
Das Unternehmen entwickelt eigene Technologien – kein reiner Nachbau oder Lizenznehmer bestehender Lösungen.
Fahrzeugbau-Iterationen, Prüfstand-Testzyklen und technische Rückschläge dokumentieren die Unsicherheit.
Die F&E-Tätigkeiten müssen klar von Serienanlauf und Produktionsvorbereitung getrennt sein.
Prüfberichte, Simulationsdaten, Versuchsprotokolle und Projektberichte belegen die F&E-Tätigkeit.
Sowohl OEMs als auch Tier-1- und Tier-2-Zulieferer sind förderfähig – entscheidend ist, wer die technische Unsicherheit und das wirtschaftliche Risiko trägt.
Förderfähig sind: Entwicklungsingenieure, Testingenieure, Simulationsexperten und Auftragsforschung (70 % der Vergütung).
Typische Förderung pro Automotive-Projekt: 200.000 – 1.000.000 €/Jahr
Keine Vorerfahrung mit FZulG. NOVARIS identifizierte 5 förderfähige Projekte in E-Antrieb und Leichtbau.
6+ Projekte betreut, 100 % Bewilligungsquote. Kein einziger Antrag abgelehnt.
Ohne vs. mit NOVARIS — typischer Unterschied
Illustratives Beispiel basierend auf durchschnittlichen Mandantenergebnissen. Tatsächliche Ergebnisse variieren.
Branchenspezifische Anforderungen in der Automobilindustrie
Die Automobilindustrie erzeugt durch ihre strengen Qualitätsstandards eine umfangreiche technische Dokumentation, die sich ideal für die Forschungszulage nutzen lässt. Unternehmen mit IATF-16949-Zertifizierung verfügen bereits über strukturierte Entwicklungsprozesse nach dem Automotive SPICE-Modell oder V-Modell. Die dort geforderten Nachweise – FMEA-Analysen, Design-Validierungspläne (DVP&R), PPAP-Dokumentation und Mess-System-Analysen (MSA) – überschneiden sich erheblich mit den F&E-Nachweisen für die BSFZ. Wir helfen Zulieferern, diese bestehende Dokumentation effizient für den Förderantrag aufzubereiten.
Die Entwicklung von ADAS-Systemen (Advanced Driver Assistance Systems) und automatisierten Fahrfunktionen ist ein Paradebeispiel förderfähiger F&E. Sensorfusion (LiDAR, Radar, Kamera), die Entwicklung von Umfeldmodellen, Machine-Learning-Algorithmen für Objekterkennung und die Absicherung mittels Hardware-in-the-Loop-Simulation (HiL) und Software-in-the-Loop (SiL) erzeugen erhebliche förderfähige Personalkosten. Auch die Entwicklung von Testszenarien gemäß ISO 21448 (SOTIF) und die Validierung gemäß ISO 26262 (Funktionale Sicherheit) sind als experimentelle Entwicklung anerkannt.
Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs bietet breite Fördermöglichkeiten: Batteriezellchemie-Optimierung, thermisches Management von Hochvolt-Speichern, Entwicklung von Leistungselektronik (Wechselrichter, DC/DC-Wandler), E-Maschinen-Design und die Integration von 800V-Architekturen. Für Zulieferer, die von Verbrennungsmotor- auf E-Antrieb-Komponenten umstellen, sind die damit verbundenen F&E-Kosten in besonderem Maße förderfähig, da technologisches Neuland betreten wird.
Homologationstests und Typprüfungen nach UNECE-Regelungen erzeugen systematische Versuchsdaten, die als F&E-Nachweis dienen können. Crash-Simulationen, EMV-Tests nach CISPR 25, Klimakammerprüfungen und Dauerlauferprobungen auf dem Prüfstand dokumentieren den experimentellen Charakter der Entwicklung. Automotive-Zulieferer unterschätzen häufig das Förderpotenzial ihrer Erprobungsaktivitäten – unsere Branchenexperten identifizieren systematisch alle förderfähigen Bereiche.
Typische Fördersummen in der Automobilindustrie
Rechenbeispiel: Tier-2-Zulieferer mit 80 Mitarbeitern
- • 10 Entwicklungsingenieure (Bruttolohn: 850.000 €)
- • F&E-Anteil Elektrifizierungsprojekte (ca. 55 %): 467.500 €
- • Auftragsforschung EMV-Labor: 60.000 € (70 % = 42.000 €)
- • Forschungszulage (25 %): 127.375 € / Jahr
Rechenbeispiel: ADAS-Software-Entwickler
- • 7 Software-Ingenieure für autonome Fahrfunktionen (Bruttolohn: 630.000 €)
- • F&E-Anteil (ca. 70 %): 441.000 €
- • Jährliche Forschungszulage: 110.250 €
Typische förderfähige Automotive-Projekte
Die Automobilindustrie befindet sich im tiefgreifendsten Wandel ihrer Geschichte: Elektrifizierung, autonomes Fahren, Vernetzung und neue Materialien treiben massive F&E-Investitionen. Die Forschungszulage bietet OEMs und Zulieferern eine steuerliche Refinanzierung dieser Aufwendungen. Im Folgenden stellen wir vier zentrale Projekttypen vor, die regelmäßig als förderfähig anerkannt werden.
Unser Tipp: Auch Zulieferer auf Tier-2- und Tier-3-Ebene profitieren von der Forschungszulage. Die Entwicklung neuartiger Dichtungssysteme, innovativer Kühlkonzepte für Leistungselektronik oder fortschrittlicher Oberflächenbehandlungen kann ebenso förderfähig sein wie die oben genannten Leuchtturmprojekte. In einem kostenfreien Erstgespräch prüfen wir Ihr gesamtes Entwicklungsportfolio.
Häufige Fragen
Weiterführende Inhalte zur Forschungszulage
Vertiefen Sie Ihr Wissen mit unseren spezialisierten Ressourcen:
Aktuelle Trends in der Automotive-F&E
Die Automobilindustrie durchläuft die größte Transformation ihrer Geschichte. Diese Megatrends erzeugen enormes Förderpotenzial über die Forschungszulage.
E-Mobilität & Batterietechnologie
Forschung an Festkörperbatterien, neuartigen Zellchemien (Natrium-Ionen, Lithium-Schwefel) und Batteriemanagementsystemen. Die EU-Batterieverordnung (2023/1542) verstärkt den Innovationsdruck und damit das Förderpotenzial nach FZulG.
Autonomes Fahren (SAE Level 3–5)
Entwicklung von Sensorfusions-Algorithmen, LiDAR-Datenverarbeitungssystemen und Entscheidungslogiken für autonome Fahrzeuge. Die UN-Regulierung R157 (ALKS) schafft den rechtlichen Rahmen – die technischen Herausforderungen sind immens und förderfähig.
ADAS & Fahrerassistenzsysteme
Weiterentwicklung von Notbremsassistenten, adaptiven Tempomaten und Spurhaltesystemen der nächsten Generation. Die EU General Safety Regulation (GSR) fordert ab 2024 neue ADAS-Funktionen – deren Entwicklung ist häufig förderfähig.
Software-Defined Vehicle (SDV)
Erforschung zentralisierter E/E-Architekturen, Over-the-Air-Update-Plattformen und fahrzeuginterner Hochleistungs-Netzwerke. Der Paradigmenwechsel zum softwaredefinierten Fahrzeug erzeugt zahllose förderfähige F&E-Projekte.
Branchenkennzahl: Deutsche Automobilhersteller und Zulieferer investierten 2024 über 35 Mrd. € in F&E (VDA). Bis zu 25 % der förderfähigen Personalkosten können über die Forschungszulage rückerstattet werden – bei einem OEM mit 500 F&E-Mitarbeitern bedeutet das potenziell über 1 Mio. € jährlich.
