Der Markt in Zahlen: BSFZ-Statistiken 2020–2025
Die Forschungszulage ist Deutschlands größtes F&E-Förderprogramm. Seit dem Start im September 2020 wurden bei der BSFZ insgesamt 46.418 Anträge mit 56.761 Forschungsvorhaben eingereicht (Stand: Dezember 2025).
| Zeitraum | Anträge | Vorhaben | Bewilligungsquote |
|---|---|---|---|
| 2020 | ~600 | ~750 | 76 % |
| 2021 | ~4.500 | ~5.600 | 79 % |
| 2022 | ~6.600 | ~8.200 | 74 % |
| 2023 | ~8.500 | ~10.800 | 75 % |
| 2024 | ~12.200 | ~15.400 | ~72 % |
| 2025 | ~14.000 | ~16.000 | 71 % |
| Gesamt | 46.418 | 56.761 | Ø 74 % |
Bemerkenswert: 84 % aller Anträge stammen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Gleichzeitig kennen nur zwei Drittel der F&E-aktiven Unternehmen die Forschungszulage überhaupt — das Potenzial ist bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Quellen: BSFZ Aktuelle Zahlen (bescheinigung-forschungszulage.de), Stifterverband FuE-Erhebung 2024, ZEW Policy Brief 09/2025
Ablehnungsquoten: Warum immer mehr Anträge scheitern
Die Ablehnungsquote bei der BSFZ steigt: Von 21 % im Jahr 2021 auf 28,9 % im Jahr 2025 — ein Anstieg um fast 8 Prozentpunkte. Das bedeutet: Fast jeder dritte Antrag wird abgelehnt.
Die drei häufigsten Ablehnungsgründe aus unserer Praxis:
Mangelhaft erklärtes Technisches Risiko
Das Vorhaben beschreibt zwar eine Neuentwicklung, aber nicht überzeugend, warum das Ergebnis technisch unsicher ist. Die BSFZ verlangt eine klare Darstellung der offenen Forschungsfragen.
Mangelhafte Abgrenzung vom Stand der Technik
Der Antrag erklärt nicht ausreichend, was über den aktuellen Wissensstand hinausgeht. Ohne klare Abgrenzung fehlt der Nachweis der Neuheit.
Nicht förderfähiges Vorhaben
Das Projekt fällt nicht unter die Definition von F&E nach FZulG — häufig bei reiner Softwareanpassung, Qualitätssicherung oder Marktforschung.
Mit professioneller Beratung lässt sich die Ablehnungsquote drastisch senken. NOVARIS hat alle 25 eingereichten Anträge bewilligt bekommen — eine Quote von 100 %.
NOVARIS Praxisdaten: Was wir aus 25 Anträgen gelernt haben
Transparenz ist unser Prinzip. Während die meisten Berater keine konkreten Zahlen veröffentlichen, legen wir unsere Ergebnisse offen:
Unsere Mandanten kommen aus verschiedenen Branchen: 40 % Maschinenbau, 20 % Software & IT, 20 % Chemie, 10 % Medizintechnik und 10 % weitere Branchen. 40 % sind KMU, 60 % Großunternehmen.
Das größte Einzelprojekt, das wir begleitet haben, hatte ein Fördervolumen von 7 Mio. €. Im Durchschnitt betreuen wir 3 F&E-Vorhaben pro Mandant.
Modellrechnungen: Was Unternehmen konkret erhalten
Wie viel Forschungszulage erhalten Unternehmen konkret? Drei Modellrechnungen nach den aktuellen Sätzen von 2026:
Nutzen Sie unseren interaktiven Rechner für Ihre individuelle Berechnung.
FZulG 2026: Wie die Reform den Markt verändert
Das Wachstumschancengesetz hat die Forschungszulage ab 2026 grundlegend verbessert. Die wichtigsten Änderungen:
| Merkmal | Bis 2025 | Ab 2026 |
|---|---|---|
| Fördersatz | 25 % (einheitlich) | 25 % Standard / 35 % KMU |
| Bemessungsgrundlage | 4 Mio. € | 12 Mio. € |
| Max. Forschungszulage | 1 Mio. € | 4,2 Mio. € (KMU) / 3 Mio. € |
| Gemeinkostenzuschlag | — | 20 % auf Personalkosten |
| Eigenleistung | 40 €/Std. | 100 €/Std. |
| Auftragsforschung | 60 % | 70 % |
Das ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) schätzt das jährliche Fördervolumen ab 2026 auf mindestens 4 Milliarden Euro — ein Anstieg von 124 % gegenüber dem bisherigen Niveau. Die Forschungszulage wird damit endgültig zum wichtigsten F&E-Förderprogramm in Deutschland.
Handlungsempfehlungen
Basierend auf unserer Erfahrung aus über 25 Anträgen empfehlen wir:
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1Jetzt beantragen, auch rückwirkend
Alle offenen Steuerjahre ab 2020 sind förderfähig. Je länger Sie warten, desto mehr Geld lassen Sie liegen.
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2Zeiterfassung sofort einführen
Ohne projektbezogene Zeitnachweise kein Förderanspruch. Beginnen Sie heute, nicht erst beim Antrag.
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3Alle Kostenarten prüfen
89 % unserer Mandanten hatten förderfähige Kosten, die sie nicht kannten. Besonders Auftragsforschung und Eigenleistungen werden häufig übersehen.
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4Professionelle Unterstützung nutzen
Bei einer Ablehnungsquote von fast 30 % lohnt sich die Investition in einen Spezialisten — besonders bei erfolgsbasierter Vergütung.
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5KMU-Status prüfen
Der 35 %-Satz macht bei gleicher Bemessungsgrundlage 40 % mehr Förderung aus. Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen die EU-KMU-Kriterien erfüllt.