Forschungszulage für Agrar &
FoodTech
Agrar- und Lebensmitteltechnologie ist eine der dynamischsten Wachstumsbranchen. Unternehmen, die an Precision Farming, nachhaltiger Lebensmittelproduktion oder innovativen Anbausystemen forschen, erhalten bis zu 25 % der F&E-Personalkosten steuerlich erstattet.
- •Agrar- und FoodTech-Unternehmen erhalten bis zu 25 % der F&E-Aufwendungen als Steuergutschrift.
- •Förderfähig: Precision Farming, Smart-Farming-Sensortechnik, neuartige Lebensmittelverarbeitung, nachhaltige Verpackung.
- •Landwirte als Einzelunternehmer: Eigenleistungen mit 100 €/Stunde förderfähig.
- •Systematische Feldversuche mit dokumentierter technischer Unsicherheit sind förderfähig.
Agrar & FoodTech: Unterschätztes Förderpotenzial
Agrar- und Lebensmitteltechnologie wird bei der Forschungszulage häufig unterschätzt, dabei ist der Sektor hochinnovativ: Precision Farming, vertikale Landwirtschaft, neuartige Verarbeitungstechnologien und Bioprozessoptimierung beinhalten erhebliche technische Unsicherheiten – ideale Voraussetzungen für die FZulG-Förderung.
Besonders interessant für die Branche: Lebensmittelsicherheits-Forschung (neue Konservierungsverfahren, Schadstoffanalytik, Shelf-Life-Optimierung) erfüllt fast immer die BSFZ-Kriterien, wird aber selten beantragt. Auch die Entwicklung neuer Pflanzenschutzstrategien, Bewässerungssysteme oder Ernteroboter ist förderfähig.
NOVARIS unterstützt Agrar- und Food-Unternehmen von der Ersteinschätzung bis zur Auszahlung. Durchschnittliche Erstattung: 60.000–250.000 € pro Jahr – bei Großbetrieben mit eigenen F&E-Abteilungen auch deutlich mehr.
Was wird in Agrar &
FoodTech gefördert?
Diese Projekttypen sind typischerweise nach FZulG §2 förderfähig – sofern technische Unsicherheit vorlag und das Ziel nicht mit Standardmethoden erreichbar war.
Precision Farming & Agrartechnik
Entwicklung neuer Sensorsysteme, KI-basierter Entscheidungsunterstützung oder autonomer Landmaschinen, die Ressourceneinsatz und Erträge revolutionieren.
Lebensmitteltechnologie & Novel Food
Entwicklung neuer Verarbeitungsverfahren, alternativer Proteinquellen oder innovativer Konservierungstechnologien für nachhaltigere und gesündere Lebensmittel.
Indoor Farming & Vertical Agriculture
Entwicklung optimierter Wachstumssysteme, intelligenter Beleuchtungssteuerung oder neuer Substratkonzepte für ressourceneffiziente Innenraumlandwirtschaft.
FZulG-Kriterien für
Agrar- & FoodTech-Projekte
Das Verfahren, Produkt oder System geht über bekannte Anbau-, Verarbeitungs- oder Sensortechnologien hinaus.
Feldversuche, Labor-Iterationen und Anpassungszyklen dokumentieren, dass Erfolg nicht vorhersehbar war.
Versuchspläne, Messprotokolle, Ernte- und Analysedaten belegen die wissenschaftliche Vorgehensweise.
Laufende Produktion und routinemäßiger Anbau sind nicht förderfähig – nur die F&E-Phase zählt.
Auch Feldversuche und Pilotanlagen auf landwirtschaftlichem Betrieb sind förderfähig, sofern sie der Erkenntnisgewinnung dienen und nicht der laufenden Produktion.
Förderfähig sind: Agronomen, Data Scientists, Lebensmitteltechnologen sowie Auftragsforschung an Hochschulen und Forschungsinstituten (70 %).
Typische Förderung pro Agrar- & FoodTech-Projekt: 30.000 – 120.000 €/Jahr
KI-basierte Ernteerkennung und autonome Feldroboter. NOVARIS wies die technische Neuheit nach.
3+ Projekte betreut, 100 % Bewilligungsquote.
Ohne vs. mit NOVARIS — typischer Unterschied
Illustratives Beispiel basierend auf durchschnittlichen Mandantenergebnissen. Tatsächliche Ergebnisse variieren.
Branchenspezifische Anforderungen in Agrar & FoodTech
Die Agrar- und Lebensmittelbranche durchläuft eine technologische Revolution, die erhebliches Förderpotenzial für die Forschungszulage bietet. Precision-Farming-Systeme kombinieren Sensorik, Datenanalyse und Aktorik auf neue Art: Die Entwicklung von Multisensor-Plattformen (NIR-Spektroskopie, Hyperspektral-Kameras, Bodensensoren), GPS-RTK-gestützter Applikationstechnik und KI-basierter Ertragsvorhersagemodelle erzeugt förderfähige F&E-Kosten. Auch die Adaption bestehender Sensortechnologien an spezifische Feldbedingungen (Witterung, Bodenvibrationen, Staubbelastung) stellt experimentelle Entwicklung dar.
Lebensmittelverarbeitungsinnovationen umfassen ein breites Spektrum förderfähiger Aktivitäten: Hochdruckpasteurisierung (HPP), gepulste elektrische Felder (PEF), UV-C-Behandlung, Extrusions-Texturierung für pflanzliche Proteine und innovative Verkapselungstechnologien für Aromen oder Wirkstoffe. Die Entwicklung und Optimierung dieser Verfahren erfordert systematische Versuchsreihen zu Prozessparametern, Haltbarkeitsstudien und sensorische Evaluierungen – klassische F&E-Tätigkeit im Sinne des FZulG.
Die Entwicklung landwirtschaftlicher Sensortechnologie ist besonders förderfähig. Boden-Feuchte-Sensornetzwerke, bildgebende Verfahren zur Pflanzenkrankheitserkennung, automatische Unkrauterkennung mittels Computer Vision und Drohnen-basierte Bestandsanalysen erfordern die Kombination verschiedener Technologiedomänen. Die Integration von IoT-Plattformen, Edge-Computing für Echtzeitentscheidungen auf dem Feld und die Entwicklung robuster Kommunikationsinfrastruktur (LoRaWAN, NB-IoT) für landwirtschaftliche Umgebungen bieten vielfältige F&E-Ansatzpunkte.
Die EU-Novel-Food-Verordnung (EU) 2015/2283 stellt besondere Anforderungen an Unternehmen, die neuartige Lebensmittel oder Zutaten auf den Markt bringen wollen. Die für die Zulassung erforderlichen Sicherheitsbewertungen – toxikologische Studien, Allergenitätsprüfungen, Nährstoffanalysen und Bioverfügbarkeitsstudien – sind förderfähige F&E-Tätigkeiten. Auch die Entwicklung alternativer Proteinquellen (Insektenprotein, Mykoprotein, zellbasierte Lebensmittel) und fermentierter Lebensmittel mit funktionellen Eigenschaften bietet erhebliches Förderpotenzial. Unsere Berater kennen die Schnittstellen zwischen Lebensmittelrecht und F&E-Förderung.
Typische Fördersummen in Agrar & FoodTech
Rechenbeispiel: AgTech-Unternehmen für Precision Farming
- • 6 Ingenieure (Sensorik, Software, Mechanik) – Bruttolohn: 480.000 €
- • F&E-Anteil Sensorplattform-Entwicklung (ca. 60 %): 288.000 €
- • Auftragsforschung Universität (Feldversuche): 100.000 € (70 % = 70.000 €)
- • Forschungszulage (25 %): 89.500 € / Jahr
Rechenbeispiel: FoodTech-Startup (pflanzliche Proteine)
- • 3 Lebensmitteltechnologen, 1 Verfahrenstechniker (Bruttolohn: 320.000 €)
- • F&E-Anteil Extrusionstechnologie (ca. 70 %): 224.000 €
- • Jährliche Forschungszulage: 56.000 €
Förderfähige Agrar & FoodTech Projekte
Häufige Fragen
Weiterführende Inhalte zur Forschungszulage
Vertiefen Sie Ihr Wissen mit unseren spezialisierten Ressourcen:
Precision Agriculture & Smart Farming
Die Digitalisierung der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion eröffnet völlig neue Fördermöglichkeiten über die Forschungszulage.
Sensortechnologie & Bodendaten
Entwicklung neuartiger Bodensensoren für Echtzeitmessung von Nährstoffgehalt, Feuchtigkeit und pH-Wert. Die Integration heterogener Sensordaten in eine einheitliche Entscheidungsgrundlage stellt eine erhebliche technische Herausforderung mit Förderpotenzial dar.
Drohnen & Fernerkundung
Forschung an autonomen Drohnenschwarm-Systemen für Pflanzenschutzapplikation, multispektrale Bildanalyse zur Früherkennung von Pflanzenkrankheiten und Algorithmen zur automatisierten Bestandszählung in der Tierhaltung.
KI-gestütztes Crop Management
Entwicklung von Machine-Learning-Modellen für standortspezifische Düngungsempfehlungen, Ertragsprognosen und automatisierte Bewässerungssteuerung. Die Kombination von Wetterdaten, Satellitenbildern und historischen Ertragsdaten erzeugt komplexe F&E-Fragestellungen.
Food-Safety-Innovation
Entwicklung neuartiger Schnelltestverfahren für Kontaminanten, Blockchain-basierter Rückverfolgbarkeitssysteme und KI-gestützter Qualitätskontrolle in der Lebensmittelproduktion. Die EU-Verordnung (EU) 2021/382 verschärft die Anforderungen an Allergenmanagement und HACCP-Systeme.
Wachstumsfeld: Der globale Precision-Agriculture-Markt wächst bis 2027 auf über 15 Mrd. USD (MarketsandMarkets). Deutsche AgriTech-Unternehmen stehen an der Spitze dieser Entwicklung – und die Forschungszulage unterstützt ihre F&E-Investitionen technologieoffen und unbürokratisch.
